POLITTALK & LESERBRIEFE

 VORSTÖSSE

 PORTRÄT

 VERBÄNDE & POLITIK

 FOTOALBUM

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Im letzten Polittalk wurde über die Effizienz des Parlamentes berichtet, aber eigentlich müsste eher die Tatsache bemängelt werden, dass das Wiler Parlament nicht ernst genommen wird. Es darf bezweifelt werden, ob der Stadtrat die Stadt wirklich vorwärtsbringen will, denn seine Entscheide sind alles andere als das, was eine zukunftsgerichtete, effiziente Stadtpolitik ausmacht.

Wäre es wohl dem Stadtrat lieber, das Parlament würde abgeschafft, damit er ungehindert und nach Gutdünken schalten und walten könnte? Fast könnte man darauf schliessen. So hat er beispielsweise den Entscheid von 65.5% der Bürgerschaft, den Steuerfuss um 2% zu senken nach der Abstimmung vom 10.März weder anerkannt noch gewürdigt. Ganz im Gegenteil, denn er relativierte in den Medien das deutliche Votum der Stimmbevölkerung und kanzelte den Beschluss mit Drohungen und Gejammer ab. Wann begreift der Stadttrat endlich, dass es nicht nur dem Parlament, sondern auch den Bürgern ernst ist, und die Stadt in allen Bereichen weitergebracht werden muss, insbesondere im Bereich des Baus, des Verkehrs und der Schulbildung? Beim Ausbau der Verwaltung agiert der Stadtrat dagegen sehr kreativ und das Sozialwesen entwickelt sich immer mehr zu einem Fass ohne Boden.

Für das Projekt Schule 2020 wurde während drei Jahren haufenweise Papier produziert und der Stadtrat hat nun den Entscheid gefällt, in Zukunft die Oberstufe ohne das «Kathi» weiter zu führen. Wo bleibt das politische Gespür des Stadtrats und sein Draht zur Bevölkerung? Im Parlament wird uns wohl nicht anders übrigbleiben, als im nächsten Budget mit Sparmassnahmen die Einnahmen der Stadt noch einmal etwas zu schmälern. Denn nur wenn Gelder knapp werden, wird der Stadtrat das wünschbare vom dringend notwendigen trennen.

Ursula Egli, Rossrüti
20. April 2019